Adler und Engel

Eigentlich können wir dieses Buch in einem Wort zusammenfassen: koksen. Das ist das Hauptthema und eigentlich wird auch nicht davon abgeweicht: der Hauptperson Max kokst sich eigentlich (mit Ausnahme einer Weile, wo er in der Kanzlei arbeitet) durch sein Leben, und macht das alles auch in der Dreck von Wien und Leipzig; alles, was mit dieses Buch zu tun hat, jawohl, alles, hat immer mit Koks zu tun.

Keine Überraschung denn, das es auch völlig wirr ist. Die erste 450 Seite wird eigentlich niemals deutlich, wer nun jetzt wann und was gemacht hat, und warum. Es gibt Hinweise, die später aufgeklärt werden, aber warum sie vor diesem Moment sich ins Buch befinden weiß eigentlich keiner. Es gibt auch eigentlich zwei parallele Geschichte – eine, die sich heute abspielt, und einer, der Max Clara erzählt über seine Kindheit und seine Erfahrung mit Jessie (eine ehemalige Freundin der sich ins Kopf geschossen hat, und damit ein Trauma Max nachgelassen hat). Die kommen am Ende dann richtig zusammen, aber es dauert lange, bevor das Publikum weiß, was jetzt richtig abgeht.

Das erste Teil des zweiteiliges Buchs handelt sich dann um Max’ Sturz in den Kokainsucht und sein Sehnsucht nach Bedeutung und Antworte, die es eigentlich auch nicht gibt. Bei Selbstmord gibt es diese niemals; auch das ist ein Hauptthema, das Entdecken von die Abwesenheit eines Ziel und einer Zweck. Während der Geschichte wird es ihm klar was er machen soll – zurück nach seine Vergangenheit, nach Wien, das zweite Teil der Geschichte, aber dann sturzt jetzt alles erstmal ins Nichts herein und wird sein ganzes Leben zerstört.

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass dieses Buch der erste war von Juli Zeh – ich zweifele, ob das ein Grund ist für der Wahnsinn, die man ins Buch findet – aber trotzdem ist die Geschichte zwar weniger deutlich wie die spätere Bücher. Ich habe auch Spieltrieb und Corpus Delicti: Ein Prozess gelesen, und dort war die Geschichte leichter zu verstehen und zu folgen. Hier musste ich mich anstrengen, zu verstehen was nun eigentlich der Hauptthema war – ich fand alles sehr chaotisch. Hat es Spaß gemacht – ja – aber ich werde trotzdem da hingegen werfen dass man auch Klartext reden kann. Ich weiß, dass es in der Literatur nicht üblich ist, aber trotzdem. Zu viel Wahnsinn ist nur Chaos, und Chaos versteht ja keiner.

Annonser

Om joannavanschaik

Science communication graduate. Music, poetry, literature, travel, science and language collide in this blog.
Det här inlägget postades i Deutsch och har märkts med etiketterna , , , , . Bokmärk permalänken.

Kommentera

Fyll i dina uppgifter nedan eller klicka på en ikon för att logga in:

WordPress.com Logo

Du kommenterar med ditt WordPress.com-konto. Logga ut / Ändra )

Twitter-bild

Du kommenterar med ditt Twitter-konto. Logga ut / Ändra )

Facebook-foto

Du kommenterar med ditt Facebook-konto. Logga ut / Ändra )

Google+ photo

Du kommenterar med ditt Google+-konto. Logga ut / Ändra )

Ansluter till %s